FHS2025

Folgender Bericht ist aus der Sicht einer Schülerin geschrieben, die an dem diesjährigen Austausch in die USA teilgenommen hat. Sie berichtet von ihren eigenen Erfahrungen und Eindrücken. Alle 2 Jahre findet ein dreiwöchiger Austausch mit einer Partnerschule in Fishers statt. Diesen Oktober starteten 15 Schülerinnen und Schüler und 2 Lehrer ihre Reise in die Vereinigten Staaten.

Erste Eindrücke aus den USA – Woche 1

Alles begann am 3. Oktober. Um 12 Uhr mittags trafen wir uns am Hamburger Flughafen und starteten unser Abenteuer. Nach dem Check-In und der Sicherheitskontrolle durften wir ein bisschen Freizeit allein verbringen. Danach trafen wir uns alle am Gate und leider erwartete uns schon eine Verspätung. Nach 30 zusätzlichen Minuten durften wir jedoch in unser Flugzeug steigen und nach Frankfurt fliegen. Am nächsten Flughafen verfielen wir aufgrund unserer Verspätung in den Stress. Nachdem wir durch den Flughafen gerannt und die Ticketchecks absolviert hatten, konnten wir unseren Flug nach Washington antreten. Die nächsten 8.5 Stunden verbrachten wir in der Luft. Während des Fluges schauten die meisten von uns Filme oder hörten Musik. Tatsächlich war sogar das allgemein bekannte “schlechte Flugzeugessen” ganz lecker gewesen. Um 20 Uhr (amerikanische Zeit) landeten wir in Washington. Dort hieß für uns erstmal warten und dann durch die Einreisekontrolle. Danach suchten wir unser letztes Gate uns fuhren sogar mit einer Metro durch den Flughafen. Unser letzter Flug dauerte dann nur noch 1.5 Stunden und um Mitternacht landeten wir in Indianapolis, der Hauptstadt des Bundestaates Indiana. Dort wurden wir von unseren Gastfamilien in Empfang genommen, viele hatten Schilder dabei.
Meine Gastfamilie hat mich sehr freundlich begrüßt und zusammen haben wir meinen Koffer von der Gepäckabgabe abgeholt. Danach fuhren wir 45 Minuten mit dem Auto in mein neues “Zuhause”. Da es schon so spät war, habe ich nur noch eine kurze Haustour bekommen und bin danach ins Bett gegangen.
Der erste volle Tag in den USA war ein Samstag. Morgens wachte ich aufgrund des Jetlags ein bisschen später auf. Nach dem Frühstück besuchte ich mit meiner Gastfamilie die amerikanische Highschool, dort fand nämlich schon ein “Weihnachtsmarkt” statt. Die Schule ist riesig: ungefähr 3700 Jugendliche besuchen die Klassen 9 bis 12. Außerdem gibt es über 400 Angebote für verschiedene Klassen und Kurse. Danach fuhr ich mich mit meiner Gastfamilie zu meijer, einer bekannten Supermarktkette in den USA. Dort hatte ich die Chance Lebensmittel auszusuchen, die ich gerne esse. Auch hier waren der Laden und die Lebensmittel riesig. Milch kauft man hier beispielsweise in 3.8 Liter Kanistern. Den Rest des Tages konnte ich entspannen. Am Abend aß ich zusammen mit meiner Gastfamilie. Typisch amerikanisch gab es Mac’n‘ Cheese.
Am Sonntag stand die Willkommensfeier an. Zuerst aber fuhren mein Austauschpartner und ich zu einem Laden namens “Hobbytown”. Dort gibt es verschiedenste Materialien für verschiedenste Hobbys. Am Nachmittag bereiteten meine Gastfamilie und ich alles für Willkommensparty vor. Um 16 Uhr kamen die ersten Gäste und wir haben uns alle wiedergesehen. Es gab viel Essen und Getränke und die Gastfamilien haben sich untereinander ausgetauscht. Ich habe mich sehr gefreut meine Freunde wiederzusehen und wir hatten viel Spaß. Am Abend guckten meine Gastfamilie und ich ein paar Quizshows, bevor ich ins Bett ging.
Der 5. Oktober war unser erster Tag in einer amerikanischen Highschool. Da die Schule erst um 8:30 Uhr startet, konnte ich ein bisschen länger als gewöhnlich schlafen. Gemeinsam fuhr ich mit meinem Austauschpartner mit dem Auto zur Schule. Das war sehr ungewohnt, jedoch ist dies ziemlich typisch hier. In der ersten Stunde trafen wir uns mit unseren Lehrern. Auch der Schulleiter der amerikanischen Schule war vor Ort und wir durften Fragen stellen. Außerdem gab es für alle ein großes Frühstück. Unsere Austauschpartner hatten währenddessen Unterricht. Danach waren wir in Gruppen unterwegs und wir haben eine Tour der Schule bekommen. Besonders beeindruckend fand ich das Schwimmbecken und das Theater der Highschool. Anschließend hatten wir eine Mittagspause und ich habe meinen Austauschpartner wieder getroffen. Zusammen hatten wir noch zwei Stunden Unterricht. Für mich wirkte der Unterricht lockerer als in Deutschland, außerdem sind die Klassen deutlich kleiner. Eine Schulstunde dauert hier 85 Minuten und es gibt zwei Variationen des Stundenplans, welche sich jeden Tag abwechseln. Nach der Schule fuhren wir mit dem Auto zurück und den Rest des Tages habe ich entspannt. Der Dienstag war ähnlich aufgebaut wie der Montag. Ich folgte meinem Austauschpartner in den Unterricht, tatsächlich hatten wir jedoch nur 3 Stunden Unterricht und durften danach nach Hause gehen.
Hingegen war Mittwoch ein sehr spannender Tag, denn wir unternahmen eine Exkursion nach Indianapolis. Den Ausflug machten wir jedoch ohne unsere Austauschpartner, da diese einen wichtigen Test absolvieren mussten. Die Stadt hat ca. 900.000 Einwohner und am Morgen besuchten wir das City County Building. Dort hatten wir von ganz oben einen tollen Blick über die Stadt. Außerdem haben wir einen Einblick in die Archive der Stadt erhalten. Danach spazierten wir weiter durch die Stadt und erreichten schließlich eine Halle voller Essenstände. Dort hatten wir Freizeit und durften selbst die verschiedenen Möglichkeiten erkunden und ausprobieren. Schließlich bekamen wir noch eine Führung durch das Bottleworks Hotel, das früher eine Abfüllanlage der weltbekannten Marke Coca-Cola war. Anschließend fuhren wir zurück nach Fishers. Damit war der Tag jedoch noch nicht vorbei. Zurück in der Schule veranstaltete der Deutsch-Club ein Fußballspiel für uns. Gemeinsam verbrachten wir einige Zeit und spielten Fußball. Im Anschluss fuhr ich zusammen mit meiner Gastfamilie zu Target und zu einem Pizza Restaurant. So ging für mich ein sehr aufregender und ereignisreicher Tag zu Ende.
Donnerstag und Freitag verliefen ähnlich wie die anderen Tage in der Schule. Ich hatte zusammen mit meinem Austauschpartner Unterricht, jedoch stand für den Nachmittag am Freitag ein Footballspiel an. Zusammen mit ein paar Freunden fuhren wir zu einer Highschool in der Nähe. Dort spielte die Fishers Highschool gegen die Westfield Highschool. Viele von uns kamen mit ihren Austauschpartnern und zusammen haben wir das Spiel geschaut. Für mich waren die Regeln schwer zu verstehen, da ich noch nie ein Footballspiel gesehen hatte. Es hat trotzdem viel Spaß gemacht und ist definitiv eine interessante Erfahrung gewesen.
Damit endete meine und unsere erste Woche in den USA. Als nächstes standen für uns die Herbstferien an, welche für jeden von uns einzigartig verlaufen sind.

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Meine Herbstferien in den Staaten - Woche 2

Die Herbstferien begannen für uns alle mit einem Wochenende. Am Samstag fuhr ich mit meinem Austauschpartner zum Topgolf, welches eine beliebte Sportart in den USA ist. Tatsächlich lag auch die Anlage ganz in der Nähe. Zuerst war ich sehr beeindruckt von der Größe des Feldes. Dort traf ich viele meiner Freunde und für zwei Stunden durften wir zusammen “golfen”. Für mich war es das erste Mal Topgolf spielen, weshalb es zu Anfang nicht so gut lief. Trotzdem hatte ich unglaublich viel Spaß. Danach fuhr ich wieder mit meinem Austauschpartner zurück und nach dem Mittagessen fuhr ich gemeinsam mit meiner Gastfamilie zu einer Geburtstagsparty einer Verwandten. Dort habe ich viele Familienmitglieder kennengelernt und zusammen haben wir Kuchen gegessen. Ich war sehr beeindruckt, wie groß der Geburtstag gefeiert wurde, Es gab Teller, Becher, Besteck, Ballons und jegliche Deko, alles passend zum Geburtstag. Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt, da mich alle willkommen geheißen haben, und war traurig, als wir wieder gehen mussten. Nach dem langen Tag haben wir den Abend nur noch entspannt ausklingen lassen.
Am Sonntag fuhr ich mit meiner Gastmutter und meinem Austauschpartner zu seinen Großeltern. Diese hatten einen sehr kleinen (und süßen) Hundewelpen, den ich kennenlernen durfte. Nach einem Gespräch mit den Großeltern meines Austauschpartners ist mir aufgefallen, wie viele Menschen mit deutschen Wurzeln in dem Staat Indiana leben. Sie konnten sogar noch ein paar deutsche Sätze sagen, was mich sehr beeindruckt hat. Nach dem Besuch fuhren wir zu einer typisch amerikanischen Farm. Sie hatte verschiedenste Attraktionen wie ein Maislabyrinth, Heuwagenfahrten und ganz viele Apfelbaumfelder. Diese Art von Farms sind sehr typisch zur Herbstzeit in den USA. Viele Familien besuchen sie zusammen und verbringen dort einen schönen Tag. Nachdem wir zuerst das Labyrinth bestritten hatten, pflückten wir Äpfel und am Ende hatte jeder von uns einen prall gefüllten Beutel in der Hand. Zum Schluss besuchten wir noch den Shop und schauten uns verschiedenen Kürbisse an, von denen es sehr viele gab.
Im Allgemeinen wird der Herbst und vor allem Halloween sehr groß in den USA gefeiert. Viele Menschen schmücken ihr Haus und es gibt viele typische Herbstgerichte und Traditionen. Meine Gastfamilie ist beispielsweise ein großer Fan von Pumpkin Pie, was übersetzt ein Kürbiskuchen ist. Der Hauptbestandteil ist dabei eine süße Füllung aus Kürbismus, Eiern, Milch und herbstlichen Gewürzen. Leider hat mir dieser nicht so gut geschmeckt.
Nach unserem Farmbesuch machten wir uns auf den Rückweg nach Hause.
Die nächsten zwei Tage verbrachte ich zusammen mit meinem Austauschpartner, da meine Gasteltern arbeiten mussten. Am Montag kam eine Freundin von mir vorbei und zusammen verbrachten wir den Vormittag zu Hause. Danach spielte mein Austauschpartner für uns Taxi und so hatten wir die Möglichkeit, ein paar Läden zu besuchen, die uns interessiertem. Am Dienstag haben wir dann zu dritt einen Ausflug in die Mall gemacht. Shopping Center sind, wie fast alle anderen Dinge in den USA auch, riesig. Zwischen den Läden liegt oft ein langer Weg und auch die Geschäfte an sich sind sehr groß. Nachdem wir ein bisschen gestöbert haben, entschieden wir uns, auch dort Mittag zu essen. Tatsächlich verbrachten wir fast 4 Stunden in der Mall, da wir uns alles anschauen wollten. Danach fuhren wir zu einem Dollar Tree, was ein Geschäft mit günstigen Waren ist. Dort kauften wir amerikanische Schokolade und andere Süßigkeiten. Und tatsächlich schmeckt amerikanische Schokolade ganz anders als deutsche, sie hat einen bitteren Nachgeschmack und schmeckt süßer. Meiner Meinung nach ist deutsche Schokolade drastisch besser. Nach dem langen Tag (und dem vielen Laufen) fiel ich am Abend müde ins Bett.
Am Mittwoch klingelte mein Wecker pünktlich um 7 Uhr morgens. Nachdem sich alle fertig gemacht hatten, stiegen wir auch schon ins Auto, denn für uns ging in den Urlaub. Unser Ziel war die Stadt St. Louis, welche südwestlich von Fishers und vier Stunden entfernt liegt. Zusätzlich durfte eine Freundin von mir mitkommen, also machten wir uns zu fünft auf die Reise. Am frühen Nachmittag erreichtem wir St. Louis. Ich war sehr beeindruckt von der Skyline der Stadt, vor allem von einem großen Bogen aus Stahl. Der “Gateway Arch” ist 192 Meter und das bekannteste Wahrzeichen der Stadt. Zuerst hielten wir downtown und machten einen kleinen Spaziergang durch die Stadt. Danach fuhren wir weiter zu einem Restaurant, um Mittag zu essen. Am Nachmittag hatten wir ebenfalls volles Programm. Zuerst besuchten wir einen Escape Room, den wir tatsächlich in den letzten drei Minuten vollständig lösten. Danach ging es weiter in ein Museum voller optischer Täuschungen, in dem wir viele Fotos machen durften. Zuletzt folgte für mich das Highlight des Tages: ein virtuelles Körperspiel. Dabei bekamen alle Mitspieler eine Weste, eine VR-Brille und Kopfhörer. Außerdem wurden Sensoren an den Händen und Füßen befestigt. Danach wurden wir in einen Raum geschickt und spielten dort gemeinsam Spiele in der virtuellen Welt. Zuerst war ich ein wenig skeptisch, da ich so etwas noch nie gemacht hatte. Ich habe aber schnell gemerkt, wie viel Spaß das Ganze macht. Nach den 40 Minuten Spielzeit waren wir alle durchgeschwitzt. Den ersten Platz erreichte ich leider nicht, trotzdem war es superlustig. Anschließend fuhren wir in unsere Unterkunft, wo wir nur noch entspannten und am Abend etwas aßen.
Der nächste Morgen startete sehr entspannt. Nach dem Frühstück machten wir uns auf den Weg zum Zoo in St. Louis. Dieser ist wirklich riesig und voller Aktivitäten. Wir besuchten verschiedene Reptilienhäuser und fütterten Giraffen. Nach dem Mittag bemerkten wir, wie heiß es war. Die Sonne schien und das Wetter hätte nicht besser sein können. Tatsächlich hatte es fast 30 Grad! Nach unserem Zoobesuch fuhren wir zu einem bekannten Grillrestaurant und aßen dort Abendbrot. Doch der Tag war noch längst nicht vorbei: anschließend fuhren wir zu einer Art Jahrmarkt. Dort durften wir Fische füttern und Riesenrad fahren. Zum Abschluss des Abends machten wir dann noch einen Abstecher zu einem Eisladen.
Unser letzter Tag in St. Louis startete mit dem Kofferpacken. Pünktlich um 10 Uhr morgens checkten wir aus unserer Unterkunft aus und luden die Koffer ins Auto. Im Anschluss fuhren wir an das Ufer des Mississippi. Dort machten wir einen kleinen Spaziergang und stiegen dann auf ein Boot, um abschließend eine Tour auf dem Fluss zu machen. Für eine Stunde fuhren wir am Ufer entlang und konnten die Skyline aus verschiedenen Winkeln beobachten. Dies war schön und entspannt zugleich und wir konnten viele Fotos machen. Danach machten wir uns auf den Rückweg und hielten zwischendurch an einem Fastfood Restaurant namens Cracker Barell, in dem es typische amerikanische Küche gibt. Am späten Nachmittag erreichten wir Fishers und ich verbrachte den Abend zusammen mit meiner Gastfamilie und meiner Freundin.
Viel zu schnell erreichten unseren Ferien so ein Ende. Das letzte Wochenende verlief sehr entspannt.
Am Samstag besuchte ich zusammen mit meiner Gastfamilie ein deutsches Café. Dort gab es verschiedene deutsche Backwaren, aber auch andere deutsche Lebensmittel. Die verschiedenen Kuchen kamen deutschen Kuchen ziemlich nah, beispielsweise gab es Bienenstich und Schwarzwälder Kirschtorte. Leider gab es kaum ein Brotangebot. Tatsächlich habe ich aber auch Produkte entdeckt, die es bei uns gar nicht gibt. Die Süßigkeitenabteilung war voller Dinge, die mir völlig fremd waren, zum Beispiel Milka Schokolade im Geschmack “Chips Ahoi”. Für mich war es sehr interessant zu sehen, wie Amerikaner die deutsche Kultur auffassen. Sehr beliebt waren in diesem Café auch Gartenzwerge, die man ab 40 Dollar kaufen konnte.
Am Sonntag traf ich mich wieder mit einer Freundin und zusammen fuhren wir mit ihrer Gastfamilie zu einem Outlet. Diese sind ziemlich beliebt in den USA, weshalb man sie oft findet. Am Abend traf ich meine Gastfamilie wieder und zusammen gingen wir in einem Restaurant essen.
Somit gingen meine Herbstferien in den USA zu Ende. Ich habe unglaublich viele Eindrücke gesammelt und Erinnerungen geschaffen. Dies weiß ich sehr zu schätzen und ich denke gerne an die Zeit zurück.

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Der Abschied und ein letzter Stopp in Chicago - Woche 3

Am 20. Oktober begann unsere letzte Woche in den USA. Am Montag und Dienstag ging ich wieder mit meinem Austauschpartner in die Schule. Da ich viele seiner Unterrichtsstunden schon kennengelernt hatte, besuchte ich auch anderen Unterricht. Am Dienstag stand für ihn ein Wettbewerb im Fach “We The People” an, welches sich mit dem politischen System der USA befasst. Für dieses Fach ist vor allem die Argumentationsfähigkeit gefragt. Nach Schulschluss fuhren wir nach Hause und er bereitete sich vor. Nachdem meine Gasteltern nach Hause gekommen waren, fuhren wir gemeinsam wieder zur Schule. An dem Wettstreit nahmen zwei Schulen teil: die Fishers Highschool und die Hamilton Southeastern Highschool. Es gab mehrere Runden, in denen jeweils Gruppen aus 3-4 Schülern teilnahmen. Dabei präsentierten sie eine selbst geschriebene Argumentation, zu welcher sie danach Fragen beantworten mussten. Die Jury bestand aus jeweils drei Erwachsenen pro Gruppe. Nachdem ich mir drei Runden angeschaut hatte, war ich sehr beeindruckt vom schnellen Reagieren und Argumentieren, aber auch von der verwendeten Fachsprache. Ich finde es toll, dass sich Jugendliche so für Politik begeistern und das Ganze in ihren Schulalltag integrieren können. Nachdem alle Gruppen mit ihren Präsentationen fertig waren, hieß es erst einmal warten, denn die Jury musste ihre Ergebnisse auswerten. Nach einer langen Pause versammelten sich alle in der Cafeteria, die Stimmung war sehr angespannt. Doch dann stand der Gewinner schnell fest: Fishers Highschool! Zur Feier des Abends fuhr ich mit meinem Austauschpartner zu Taco Bell und danach schauten wir gemeinsam einen Film.
Der Mittwoch startete für mich ein wenig trübselig, denn ich musste mich von meiner Gastfamilie verabschieden. Nach dem Frühstück unterhielt ich mich noch ein letztes Mal mit meinen Gasteltern. Als ich dann durch die Haustür nach draußen ging, war ich ziemlich traurig. In der Schule trafen wir uns vor der ersten Stunde mit unseren Lehrern. Dort verabschiedete ich mich auch von meinem Austauschpartner und zusammen mit meinen Freunden redete ich über unsere schönsten Erinnerungen. Um 9 Uhr verließen wir dann die Schule und stiegen in einen Bus, welcher uns nach Chicago brachte. Drei Stunden und eine Toilettenpause später erblickten wir die atemberaubende Skyline Chicagos. Diese ist wirklich riesig und sehr schön anzusehen. Downtown durften wir dann aussteigen und zu viert in unsere Hotelzimmer einchecken. Nach einer kurzen Pause begann dann unser Programm für den restlichen Tag. Zuerst durften wir für fast 2 Stunden die nähere Umgebung erkunden und trafen dann unsere Lehrer am Ufer des Chicago River. Dort stiegen wir auf ein Boot und konnten vom Wasser aus die Stadt beobachten. Während der Tour wurde viel zu den verschiedenen Gebäuden erzählt und wir hatten eine tolle Aussicht. Nach der Bootstour ging es weiter zu einem ganz besonderen Restaurant. Dort aßen wir Chicago Style Pizza. Vom Aussehen ähnelt sie einem Kuchen, ganz oben befindet sich die Tomatensoße und darunter der Belag. Mir persönlich hat die Pizza gut geschmeckt und es war interessant, mal etwas ganz Neues zu probieren. Nach dem Abendbrot liefen wir zurück zum Hotel. Vor allem nachts ist Chicago wunderschön. Am Abend schauten sich viele von uns noch die Dachterrasse und den Pool des Hotels an und gingen danach ins Bett.
Unser zweiter Tag in Chicago begann mit dem U-Bahn fahren, was natürlich zum Großstadtleben dazu gehört. Auffällig sind die fehlenden öffentlichen Verkehrsmittel in den USA. U-Bahnen oder Züge gibt es tatsächlich nur in Großstädten wie Chicago oder New York. Nach dem Frühstück, dass sich jeder selbst besorgte, stiegen wir in die U-Bahn und fuhren zum Campus der Universität von Illinois Chicago. Dort wurden wir begrüßt und es wurden verschiedene Vorträge zum Studium an der Universität gehalten. Danach machten wir eine kurze Tour über das Gelände und wir durften uns sogar eine Modellwohnung auf dem Campus anschauen. Besonders beeindruckt war ich von den Kosten für ein Studium: als ausländischer Student bezahlt man dort ungefähr 38.000 US-Dollar pro Semester. Doch auch für Einheimische ist das Ganze mit hohen Kosten verbunden, was für mich und viele andere Deutsche fast unvorstellbar ist. Im Anschluss fuhren wir dann zu einem interaktiven Museum mit vielen Lichteffekten, indem wir 2 Stunden verbrachten. Danach ging es für uns weiter zu einem Aussichtsplattform, welche 314 Meter über dem Boden liegt. Nachdem sich alle bei Starbucks gestärkt hatten, fuhren wir mit einem Aufzug zur Plattform. Im ersten Moment war ich geschockt: die Aussicht von oben war unglaublich. Auf einer Seite der Plattform hatten wir eine tolle Sicht auf den Michigan See, von den anderen Seite waren die Gebäude der Stadt zu sehen. Zusammen mit meinen Freunden genoss ich die Aussicht und machte unzählige Bilder. Schließlich entschieden sich fast alle von uns an einer Aktivität namens “TILT” teilzunehmen. Dabei konnten wir die Stadt von einer nach außen geneigten Plattform beobachten. Vor jedem von uns befand sich ein bodentiefes Fenster und wir hielten uns an Griffen fest. Dann wurde die Plattform in unterschiedlichen Stufen nach unten geneigt. Die Erfahrung fand ich ganz lustig, jedoch lohnt es sich in meinen Augen für den Preis von 15 Dollar nicht. Zuletzt schossen wir noch ein paar Gruppenbilder und stiegen nach einer Stunde wieder in den Fahrstuhl. Nachdem wir wieder Boden unter den Füßen hatten, machten wir uns auf den Weg zu unserem letzten Stopp des Tages. Mit dem Bus fuhren wir zu der “Bean”, welche ein bekanntes Wahrzeichen Chicagos ist. Übersetzt ist es eine Bohne und tatsächlich sieht sie auch so aus. Es handelt sich um eine übergroße, verspiegelte Bohne, die im Millennium Park steht. Dort haben wir alle Fotos gemacht und von dort aus machten wir uns selbst auf den Weg, um die Stadt weiter zu erkunden. Zusammen mit meiner Gruppe ging ich zuerst zu einem Fastfood-Restaurant, wo wir Abendbrot aßen. Danach schlenderten wir durch die beliebten Shoppingstraßen und beobachteten, wie die vielen Lichter die Stadt erleuchteten. Damit ging ein sehr aufregender Tag für uns zu Ende. Zum Abschluss des Abends trafen wir unsere Lehrer auf der Dachterrasse des Hotels und besprachen den morgigen Abreisetag.
An unserem letzten Tag in den USA hatten wir vormittags Freizeit. Gemeinsam mit meinen Freunden ging ich Frühstück essen und danach kauften wir Souvenir für unsere Freunde und Familie. Bevor wir unsere Lehrer wieder trafen, kauften wir uns eine große Packung Kekse und gingen damit zurück zu Hotel. Dort schnappten sich alle ihr Gepäck und als Gruppe machten wir uns auf den Weg zur U-Bahn-Station, um zum Flughafen zu fahren. Das war wirklich unglaublich anstrengend und wir waren alle froh, als wir die Haltestelle endlich erreichten. Nach 50 Minuten U-Bahnfahrt erreichten wir den Flughafen und gaben unser Gepäck ab. Danach warteten wir in der Schlange für die Sicherheitskontrolle, welche ohne Probleme verlief. Als wir auch unser Gate gefunden hatten, durften wir uns frei im Flughafen bewegen, denn geplant war unser Flug erst um 18:30 Uhr. Eine Stunde vor Abflug wurde jedoch unser Flug um eine Stunde nach hinten verschoben, weshalb wir noch ein wenig länger warten mussten. Schließlich begann dann das Boarding und wir suchten unsere Plätze. Während des Fluges schlief ich fast durchgängig und nach fast 8 Stunden erreichten wir Frankfurt am Main. Dort war es 10 Uhr morgens und für viele war die Zeitumstellung ein wenig ungewohnt. Wie bei unseren vorherigen Flügen suchten wir unser Gate und warteten dann auf das Boarding. Die Stimmung war ein bisschen bedrückt, denn viele uns dachten a die vergangenen Wochen. Nachdem wir auch unseren letzten Flug geschafft hatten, landeten wir endlich Hamburg. Dort warteten wir an der Gepäckausgabe auf unsere Koffer und wurden danach von unseren Familien in Empfang genommen. Gemeinsam mit meinem Vater und meiner Schwester fuhr ich in mein erstes Zuhause, denn nach dieser Reise hatte ich zwei.

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Hannah B. (und K. Kuchel)

 

 

 
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